Eine Krankheit wie ein Gedicht

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»Drogeninduzierte, chronifizierte schizoaffektive Psychose des manischen Formenkreises, Typ polytox, kein Morphintyp« – so lautet die Diagnose von Jelenas Vater. Übersetzt heißt das: Er durchlebt immer wieder denselben Kreislauf. Psychosen reißen ihn aus der Realität, Klinikaufenthalte holen ihn zurück, danach folgt die depressive Scham. Während dieser Psychosen ist er unberechenbar und lebt seine Gewalt offen aus, auch gegen sein Umfeld. Für die Regisseurin ist er jedoch nicht nur ein Täter, dessen Taten sie zutiefst verurteilt, sondern auch ein Mensch, den sie liebt, und ein Künstler, den sie bewundert. In Fotografien, Malereien und Skulpturen hat er die Welt seiner Psychosen festgehalten – auch die Beziehung der beiden findet ihren Ausdruck in der Kunst: in einem gemeinsamen Comicbuch, dessen Seiten sie abwechselnd füllen. Er kämpft gegen sich selbst, seine Krankheit und ein System. Und sie an seiner Seite.

»Eine Krankheit wie ein Gedicht« ist der Gewinner des Filmkunstpreises Sachsen-Anhalt – Audiodeskription. Ausgezeichnet wird das AD-Team, bestehend aus Margit Hartig (Autorin), Susanne Willnow (Redaktion, sehend), Johanna Krins (Redaktion, blind), Michael Pempelforth (Sprecher), Yvonne Hautmann (Tonmeisterin) und Yvonne Seitenglanz (AD-Regie).

R
Jelena Ili?
K
Martin Paret, Jelena Ili?
M
Antonio de Luca, Caroline Kox
S
Sandra Brandl
D
Jelena Ili?, Sladjana Ili?, Detlef Kissel u.a.
Land
DE
Jahr
2026 
Genre
-,-
Länge
85 Minuten
FSK
–
Tickets
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  • Do., 08.10. 19:30